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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

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Pressemitteilung:

Berlin, 02. September 2008
Zur Ankündigung der DB AG, ab Mitte Dezember eine Zusatzgebühr beim Kauf von Fahrkarten am Schalter zu erheben

Bedienzuschlag für Bahntickets ist kontraproduktiv!

'Die DB AG ist gut beraten, nach anderen Lösungen zu suchen'
Der Müngstener
'Auf der falschen Spur!' - Die DB und die Idee der Einführung einer Schaltergebühr.
Anlässlich der Ankündigungen der DB AG, ab Mitte Dezember eine Zusatzgebühr beim Kauf von Fahrkarten am Schalter zu erheben, erklärt der bergische Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk:

„Mit dem Bedienzuschlag setzt die Deutsche Bahn AG (DB AG) ein falsches Signal. Es ist nicht verwerflich, die stärkere Nutzung der Automaten zu fördern. Es ist aber kontraproduktiv, Bahnkunden für die Nutzung von Schaltern zu bestrafen. Viele Reisende nehmen bereits heute teils erhebliche Wartezeiten für die Nutzung der Dienstleistung am Schalter in Kauf.

Für Neukunden, für technisch wenig bewanderte Bahnreisende, für Sehbehinderte oder für ausländische Gäste ohne ausreichende Sprachkenntnis wirkt der Bedienzuschlag wie eine Strafe.

Andere Dienstleister zeigen, dass es auch anders geht. Weder kennen die Banken einen Schalterzuschlag, noch müssen Postkunden einen Filialobulus entrichten. Dennoch sind Geld-und Briefmarkenautomaten sowie Onlinedienstleistungen hier weit verbreitet.

Die DB AG ist deshalb gut beraten, statt Bedienzuschlägen nach anderen Lösungen zu suchen.“