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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

Pressemitteilung:

28. März 2007

Kucharczyk fordert VRR und Landesregierung zur Stärkung des Bergischen Eisenbahnringes auf

Erklärung zu möglichen Einschnitten und Veränderungen auf der S-Bahn Linie S7
Zu dem möglichen Einschnitt und Veränderungen auf der Strecke der S-Bahn-Linie S 7 zwischen Solingen-Ohligs und Düsseldorf-Flughafen erklärt der bergische SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk:

„Die drohende Reduzierung des Öffentlichen Schienen-Personennahverkehrs ÖSPNV durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die CDU/FDP-regierte Landesregierung ist im Interesse der im Bergischen Städtedreieck lebenden Menschen nicht hinzunehmen. Es wird von höchster Ebene versucht, dem Bergischen Ring die Wichtigkeit für die Zukunft der drei bergischen Großstädte abzusprechen. Wenn die Landesregierung nicht mehr ausschließlich das Ruhrgebiet und die Rheinschiene bevorzugen will, dann muss hier „Butter bei die Fische“ und nicht das Schwarzer-Peter-Spiel betrieben werden.

Alle politischen Kräfte in der Region müssen gebündelt werden. Auch die deutliche CDU-Mehrheit im Verwaltungsrat des VRR sollte sich nicht zum Steigbügelhalter der CDU/FDP-Landesregierung machen lassen. Nach wie vor gilt es die Störungsanfälligkeit auf der Strecke der S 7 und des Müngsteners RB47 zu reduzieren. Wir brauchen dort verlässliche Taktzeiten und einen guten Informationsservice für die Fahrgäste auf den Bahnhöfen und Haltepunkten. Sonst wundert nicht, dass viele Menschen der Bahn nicht vertrauen und lieber ins Auto umsteigen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels können wir uns so ein Verhalten nicht mehr leisten. Alle Parteien müssen das einsehen und dementsprechend vorausschauend handeln.

Eine neue S-Bahnlinie, natürlich auch mit neuem aktuellem Triebwagenmaterial muss für die täglich pendelnden Fahrgäste eine direkte Verbindung des bergischen Städtedreiecks zum Düsseldorfer Flughafen weiterhin beinhalten. Eine Verlängerung des Müngsteners bis Düsseldorf unterstütze ich, bin aber gleichzeitig der Meinung, dass eine Neuausschreibung für 2009 eine sinnvolle Alternative für mehr Wettbewerb auf der Strecke ist. Dass diese Alternative dem VRR ein Dorn im Auge ist, leuchtet ein. Eine Blockadehaltung contra Innovation hilft hier aber nicht weiter.

Das im Rahmen einer vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene Studie für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) entwickelte Konzept hat zum Ziel, das Angebot auf der wichtigen Achse Köln-Düsseldorf-Duisburg-Dortmund zu verbessern. Laut Verkehrsminister Tiefensee beinhaltet dieses Konzept jedoch keinesfalls – wie in der Vergangenheit behauptet – die Stilllegung der S 7. Bahnchef Mehdorn teilte mir in einem Schreiben mit, dass die Deutsche Bahn lediglich im Auftrag des Verkehrsverbundes handelt und keineswegs eigene Entscheidungen über den Verbleib von Streckenwegen fällt.

Das Vorgehen ist also klar: Der VRR – und damit die im Verwaltungsrat tätigen Stellvertreter der CDU/FDP-Landesregierung, ist aufgefordert, an diesem Donnerstag im Sinne der Bürgerinnen und Bürger des Bergischen Landes zu entscheiden, ob unsere Region ein zukunftsorientiertes und infrastrukturstarkes Land bleibt oder buchstäblich unter die Räder kommt.“