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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

Pressemitteilung:

01. Februar 2006

Familien werden bei Betreuungskosten entlastet

Zur Einigung der Koalitionsfraktionen über die künftige steuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten erklärt der bergische SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk:

Der gestrige Tag war ein guter Tag für die Familien in Deutschland. Nach der Einigung zwischen SPD und Union können Eltern künftig ihre Kinderbetreuungskosten in erheblich größerem Umfang als bisher steuerlich geltend machen. Das auch die Betreuungskosten bei Alleinerziehenden und Geringverdienern fair berücksichtigt werden, macht mich froh.

Vom ersten Euro an – wie von der SPD gefordert – werden zwei Drittel aller Kosten bis zu einer Obergrenze von 4.000 Euro pro Kind im Jahr berücksichtigt. Diese Regelung gilt für berufstätige Eltern und Alleinerziehende mit Kindern unter 14 Jahren sowie für Alleinverdiener-Familien mit Kindern vom dritten bis sechsten Lebensjahr.

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht die positiven Auswirkungen der vereinbarten Regelung: Einer Familie entstehen Betreuungskosten für ein Kind unter sechs Jahren von 100 Euro monatlich, also 1.200 Euro im Jahr. Nach der Regierungsvereinbarung von Genshagen, die eine steuerliche Absetzbarkeit erst ab 1.000 Euro pro Jahr und Kind vorsah, hätte sie davon nur 200 Euro als Werbungskosten geltend machen können. Mit der nun erreichten anteiligen Anrechnung vom ersten Euro an sind es 800 Euro - also viermal soviel.