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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

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Reden im Deutschen Bundestag

"Blinder Aktionismus hilft niemandem!"

Jürgen Kucharczyk, MdB am Rednerpult des Bundestages
Jürgen Kucharczyk, MdB.
In Rahmen einer 'Aktuellen Stunde' des Deutschen Bundestages am 18. März 2009 zum Thema "Kinder, Jugend, Familien stärken – Konsequenzen nach dem Amoklauf" auf Verlangen der Koalitionsfraktionen bezog der bergische Familienpolitiker für die SPD-Bundestagsfraktion Stellung.

"Die aktuellen Geschehnisse in Baden-Württemberg machen uns betroffen. Umso wichtiger ist es, dass wir genau hinsehen und schauen, wo die Ursachen liegen. Blinder Aktionismus im Anschluss an eine solch schreckliche Tat hilft niemandem!" erklärte Kucharczyk.

Der Abgeordnete sprach sich für eine sachliche und transparente Diskussion über mögliche Gesetzesanpassungen aus. Es stünde beispielsweise zur Debatte, ob Waffen und Munition zuhause gelagert werden sollten.

Vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels in den vergangenen Jahrzehnten plädierte Jürgen Kucharczyk auf verstärkte Anstrengungen zur Vermittlung von Medienkompetenz an Eltern, Schüler und Lehrpersonal. Eltern seien in der Verantwortung, ihren Kindern Vorbild zu sein und Alternativen zur Einsamkeit vor dem PC aufzuzeigen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete verdeutlichte in seiner 16. Rede vor dem Parlament die Relevanz von Präventionsmaßnahmen, um bereits früh Gewalttaten entgegenzuwirken. Kucharczyk erläutert: „Dass die Schulen nun mehrfach Schauplatz von Verbrechen waren, steht auch in Verbindung zum Leistungsdruck, unter dem schon Kinder und Jugendliche stehen. Deshalb muss dort Platz für Kreativität und den Abbau von Aggressionen geschaffen werden. Die Zahl der Schulpsychologen und Sozialarbeiter muss erhöht werden – und zwar signifikant."

Die Aufzeichnung zur Rede finden Sie hier:  Zum Video
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