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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

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Begegnungen in Berlin

Von der Bretagne über das Bergische, Paris und Düsseldorf nach Berlin!

Elena Dalibot, Praktikantin im Februar 2009
'Interessante Einsichten - spannende Aussichten.' - Eléna Dalibot in der Reichstagskuppel.
Elena Dalibot und Jürgen Kucharczyk im Berliner Büro
'Auffällig, wie viele Termine ein Abgeordneter hat.' - Eléna Dalibot am Arbeitsplatz von Jürgen Kucharczyk, MdB.
Die Remscheid-Quimper Partnerschaft kann man auch bis nach Berlin erleben! Im Februar 2009 habe ich zwei Wochen in der deutschen Hauptstadt verbracht, wo ich ein Praktikum bei dem Mitglied des Bundestages Jürgen Kucharczyk gemacht habe. Ursprünglich komme ich aus Quimper, aber zurzeit studiere ich am Institut für Politikwissenschaften von Paris (Master in Europäische Angelegenheiten).

Meine Verbindungen zu Deutschland haben vor langer Zeit begonnen. In der achten Klasse haben wir unsere Brieffreunde in Remscheid besucht. Dieser Austausch hat eine große Rolle für mich gespielt: Zunächst einmal habe ich Deutschunterricht gewählt und ich habe immer noch Freunde in Remscheid. Deutschland ist mir seitdem viel näher gekommen. Dank der Partnerschaft habe ich 2007 ein Praktikum bei der Firma LUX in der Nähe von Remscheid und dann 2008 im Landtag NRW bei der Remscheider Abgeordneten Frau Rühl gefunden. Und jetzt entdecke ich Berlin und den Bundestag!

Durch Jürgen Kucharczyk habe ich einen Einblick in das hektische Leben eines Abgeordneten im Bundestag gehabt. Ich habe ihn zu verschiedenen Terminen begleitet. Als Mitglied des Ausschusses für Familien, Senioren, Frauen und Jugend hat er an der Sitzung einer Arbeitsgruppe teilgenommen, die den Ausschuss vorbereitet. Ich habe auch den Europa-Ausschuss besucht, zu dem der Kommissar der Mehrsprachigkeit Leonard Orban eingeladen war, um den Platz der deutschen Sprache in Europa zu besprechen. Außer den Ausschüssen gehörte zum Programm unter anderem eine Sitzung der ganzen SPD-Fraktion, ein Treffen der DGB-Jugend und ein Runder Tisch zur Frage Jugendarbeit und Mobilität in Europa. Der Höhepunkt des Praktikums war die Plenarsitzung im Reichstag. Frau Merkel und die Bundesregierung waren dabei sowie weitere berühmte politische Persönlichkeiten, beispielsweise Franz Müntefering. Das zweite Konjunkturpaket gegen die Wirtschaftskrise wurde dort debattiert und abgestimmt.

Mir ist besonders aufgefallen, wie viele Termine ein Abgeordneter hat. Außerdem war ich davon beeindruckt, dass der Bundestag aus so vielen Gebäuden besteht, die fast alle durch Tunnel oder Brücken miteinander verbunden sind. Dieser Ort heißt nämlich Parlamentsviertel. Ein paar Male habe ich mich verlaufen, aber dank der Ausweiskarte des Deutschen Bundestages gingen fast alle Türen auf - auch um irgendwann eine kleine Runde in der Kuppel zu drehen und einen wunderschönen Blick auf das verschneite Berlin zu genießen.

Mir ist die Besichtigung der Stadt natürlich nicht entgangen, von „Unter den Linden“ (wo unsere Büros sich befinden) bis zur Museumsinsel, Hackescher Markt oder Oranienburger Straße. Die Zeit in Berlin war besonders interessant, da es einerseits die Woche der Berlinale und andererseits das Jahr des zwanzigsten Geburtstages des Mauerfalles war.

Aber was ich am Ende meines Aufenthalts in Berlin vor allem im Gedächtnis behalten werde, ist erneut die tolle Gastfreundlichkeit der Deutschen!

Eléna Dalibot