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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

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Reden im Deutschen Bundestag

Koalition stärkt Jugendschutz

Jürgen Kucharczyk, MdB am Rednerpult des Bundestages
Jürgen Kucharczyk, MdB.
Am 08. Mai 2008 hat Jürgen Kucharczyk in seiner elften Rede zur zweiten und dritten Lesung eines Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes als zuständiger Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Stellung genommen. In seiner Rede hob er die Verbesserungen des Gesetzes hervor, bspw. optisch größere Alterskennzeichen auf den Spiele-Verpackungen sowie eine automatische Indizierung von Spielen, in denen Gewalt als Selbstzweck dargestellt wird. Anstelle von Totalverboten forderte er Verbesserungen bei der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern, eine bessere Schulung des Personals im Handel sowie mehr Kontrollen vor Ort. Wichtig sei darüber hinaus die Entwicklung eines "positiven Jugendschutzes".

"Das vom Bundestag verabschiedete Jugendschutz-Änderungsgesetz wird zu Verbesserungen in der Praxis führen. Eltern und Großeltern werden durch optisch größere Alterskennzeichen auf den Spiele-Verpackungen leichter erkennen können, ob sie ein altersgerechtes Spiel für ihre Kinder und Enkel kaufen. Es werden in Zukunft diejenigen Spiele automatisch indiziert, in denen Gewalt als Selbstzweck dargestellt wird. Die Jugendschutz-Novelle verbessert den Schutz von Kindern und Jugendlichen und trägt dazu bei, die Debatte um gewaltighaltige Spiele zu versachlichen.

Forderungen nach einem Totalverbot von solchen Spielen sind in Zeiten des Internets nicht zielführend. Vielmehr müssen wir etwas tun, um Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien zu vermitteln und Erwachsene für den Jugendschutz stärker zu sensibilieren. Dazu zählen die Verbesserung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und deren Eltern, die bessere Schulung des Personals im Handel sowie mehr Kontrollen vor Ort.

Jugendliche brauchen Anerkennung und Perspektiven. Wichtig ist daher ein positiver Jugendschutz, der junge Menschen vor Bildungsarmut, Perspektivlosigkeit und Langeweile bewahrt.

Aufgrund der rasanten technischen Entwicklungen müssen wir den Jugendmedienschutz regelmäßig überprüfen. Die jetzige Novellierung betrifft nur die sogenannten Offline-Medien wie Filme und Spiele auf CDs und DVDs. In einem nächsten Schritt müssen wir den Online-Bereich unter die Lupe nehmen und auch für diesen Bereich den Jugendmedienschutz auf hohem Niveau weiter entwickeln."

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