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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

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Reden im Deutschen Bundestag

Rede zum Thema "Jugendkriminalität"

Jürgen Kucharczyk, MdB am Rednerpult des Bundestages
"Die Persönlichkeit eines jungen Menschen zu brechen halte ich für den falschen, ja sogar einen gefährlichen Weg." - Jürgen Kucharczyk, MdB.
Am 16. Januar 2008 hat der bergische Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk im Rahmen einer "Aktuellen Stunde" des Deutschen Bundestages zum Thema "Jugendkriminalität" gesprochen. Dabei erteilte er Vorschlägen aus den Reihen der CDU/CSU nach der Einführung sogenannter "Boot-Camps" nach us-amerikanischem Vorbild oder von "Schnupperknästen" eine deutliche Absage.

"Der Ruf nach so genannten "Boot-Camps" wie in den USA und die entwürdigende Idee der "Schnupperknäste" sind menschenunwürdig und der falsche Ansatz. Die Persönlichkeit eines jungen Menschen zu brechen halte ich für den falschen, ja sogar einen gefährlichen Weg." erklärte Kucharczyk.

Als Beispiel für ein funktionierendes Zusammenwirken von Polizei, Justiz und Jugendhilfe führte Kucharczyk die Ordnungspartnerschaft, heute bekannt als Projekt "Gelbe Karte" an, welche die Stadt Remscheid seit einigen Jahren erfolgreich durchführt. Dort sind die Rückfallzahlen bei jugendlichen Straftätern bis auf rund zehn Prozent zurückgegangen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete verdeutlichte in seiner achten Rede vor dem Parlament die Relevanz von Präventionsmaßnahmen, um bereits früh Gewalttaten entgegenzuwirken. Kucharczyk resümiert: "Auch der Noch-Ministerpräsident Roland Koch muss sich vorhalten lassen: So lange in der Prävention gespart wird, so lange bleiben brutale Straftaten ein Problem der Gesellschaft, unser Problem. Den Opfern von Gewalttaten hilft auch keine noch so harte Bestrafung des Täters. Ihnen würde nur helfen, die Tat wäre nie passiert."

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