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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

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"Mittendrin statt nur dabei!"

Von Bochum nach Berlin

Ewelina Murawska traf während ihres Praktikum u.a. auf Franz Müntefering, MdB.
Interessante Einblicke und Begegnungen erlebte die in Bochum studierende Remscheiderin Ewelina Murawska bei ihrem Praktikum in Berlin. So traf sie u.a. auf Franz Müntefering, MdB.
Ein Praktikum im Deutschen Bundestag. Überwältigend und mächtig wirkt die Institution auf eine Studentin der Wirtschaftswissenschaften aus Bochum. Ausschlaggebend für die Entscheidung sich auf ein solches Abenteuer zu begeben ist mein politischer Werdegang. Denn schon seit fünf Jahren bin ich Mitglied bei der SPD und seitdem aktiv bei den Jusos Remscheid.

Mein Schülerbetriebspraktikum absolvierte ich bei der Ratsfraktion in Remscheid. Dies lies mich die Luft des politischen Arbeitens ein wenig beschnuppern und weckte in mir das Verlangen in höhere Ebenen hinein zu schauen. Durch den ständigen Kontakt zur SPD Remscheid erfuhr ich, dass Jürgen Kucharczyk, MdB genau dies Verwirklichen konnte.

Er bot ein Praktikum in seinem Büro in Berlin an, was mich natürlich sofort zum Verfassen einer Bewerbung verleitete. Schon kurze Zeit später bekam ich die positive Nachricht, fünf Wochen den Deutschen Bundestag und die Stadt Berlin hautnah mit zu erleben. Mein Praktikum habe ich vom 26.02. bis 31.03. absolviert.

Dieser Zeitraum ist sehr vorteilhaft von den Mitarbeitern des Büros Kucharczyk ausgewählt worden, denn von den fünf Wochen waren vier Sitzungswochen im Bundestag. Demnach schien es auf ein spannendes und abwechslungsreiches Praktikum hinaus zu laufen. Diese Erwartung bestätigte sich schon nach kurzer Zeit. Nach meiner Ankunft und den ersten Erkundungen in der schönen Hauptstadt an einem Wochenende ging es am Montag endlich mit dem Praktikum im Büro Kucharczyk los.

Am ersten Tag war meine Aufregung kaum zu verstecken, doch nach dem ersten Kennenlernen der netten Büromitarbeiterinnen wurde mir diese schnell genommen. Zu dem Zeitpunkt war das Büro allerdings noch nicht komplett, da Susan Grzybek sich noch im Mutterschaftsurlaub befand.

Antje Kniffka, die Büroleiterin, und Bettina Milewski nahmen sich mir also an und teilten mir im Laufe des Praktikums interessante Aufgaben zu. Auch Frau Grzybek, die zwei Wochen nach meiner Ankunft ihre Arbeit wieder aufnahm, hieß mich herzlich Willkommen. Ich wurde von den Mitarbeiterinnen gut in den Arbeitsalltag integriert und lernte verschiedene Tätigkeiten kennen. Schon am zweiten Tag meines Praktikums kam ich in den Genuss Politiker hautnah bei der Arbeit mit zu erleben.

Die Teilnahme bei der Arbeitsgemeinschaft Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigte mir, wie Genossinnen und Genossen miteinander Themen diskutierten und erarbeiteten. Hier konnte ich Herrn Kucharczyk bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. In der Ausschusssitzung, deren Themen in der Arbeitsgemeinschaft vorbereitet wurden, spürte ich sofort eine andere Atmosphäre. Dies lässt natürlich darauf schließen, dass die Parteimitglieder nicht mehr unter sich waren und somit eine andere Diskussionsebene angeschlagen wurde.

Ein Höhepunkt in der ersten Woche war die Begegnung mit Franz Müntefering. Bei einem Fraktionsoffenenabend zum Thema Rente mit 67 stellte Herr Kucharczyk mich ihm als Praktikantin vor. Die Chance für ein Foto mit ihm wurde sofort ergriffen. Der Abend wurde also mit einem Erlebnis abgerundet, dass lange in meiner Erinnerung bleiben wird.

Neben diesem schon sehr aufregendem Treffen organisierte meine Büroleitung einen Fototermin mit Gerhard Schröder. Ein solches Extra hatte ich natürlich nicht erwartet und war dementsprechend aufgeregt und positiv überrascht.

Das Praktikum spielte sich nicht nur in der normalen Arbeitszeit vormittags ab, denn auch abends gab es oft interessantes Programm, an dem ich gerne teilnahm. Zum Beispiel fand ein Stammtisch zum Thema „Was ist Politik für Frauen?“ mit Dr. Christine Kreuzer, FDP Referentin, in der Kneipe Wahlkreis statt. Hier entstand eine rege Diskussion mit weiteren Praktikanten des Bundestages und endete in geselliger Runde.

Auch eine Zuschauerkarte für die Sendung „Hart aber fair“ rundete am Abend meinen Arbeitstag ab. Abgesehen von solchen speziellen Ereignissen wurden mir die alltäglichen Büroarbeiten zugeteilt. Die Gestaltung des JMK Newsletters war eine von diesen Aufgaben. Nach einer kurzen Einweisung von Frau Milewski war diese schnell und einfach zu erledigen. Wesentlich schwerer war die Bearbeitung eines Bürgerbriefes zum Thema gesetzliche Unfallversicherung. Eine Antwort lies sich nur durch viel Recherche und einem somit erlangten Hintergrundwissen erstellen. Doch mit Unterstützung von Frau Grzybek stellte auch diese Aufgabe kein Problem dar. Eine Anfrage in den Wahlkreis von Herr Kucharczyk übernahm ich mit großer Freude, da ich so mein Fernweh nach NRW bändigen konnte und mit bekannten Genossen einen Plausch führen konnte.

Die Atmosphäre in dem Büro Kucharczyk und das Verhältnis zu ihm selbst war sehr entspannt. Somit konnte ich mein Praktikum in vollen Zügen genießen und viele positive Eindrücke sammeln. Die Einblicke in die verschiedenen Bereiche, die ich gewonnen habe, sind sehr wertvoll. Ich kann es jedem, der politisch interessiert ist, empfehlen eine solche Erfahrung zu machen. Die Stadt Berlin hat natürlich auch dazu beigetragen, denn das kulturelle und nächtliche Programm ist kaum zu übertreffen. Leider ist meine Zeit hier schon vorbei und ich möchte mich in meinem Schlusswort bei Herr Kucharczyk bedanken, der mir dieses Praktikum ermöglicht hat. Natürlich geht mein Dank auch an alle Mitarbeiterinnen des Büros, die mir eine schöne Zeit und viele Erfahrungen ermöglicht haben.

Ewelina Murawska