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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

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Unterwegs im Wahlkreis

"Der Klimawandel trifft die Ärmsten der Armen"

Diskussion mit Bundesminister Sigmar Gabriel am 02. Oktober 2007 in Remscheid.
"Das Thema Klimawandel ist für die SPD nicht neu!" - Jürgen Kucharczyk, MdB.
Ein Blick in die Reihen der Zuhörerinnen und Zuhörer.
Der vollbesetzte Saal unterstrich die Bedeutung des Themas.
Der Bundesumweltminister während seiner Rede.
"Der Klimawandel trifft die Ärmsten der Armen!" - Sigmar Gabriel, MdB.
Diskussion mit Bundesminister Sigmar Gabriel am 02. Oktober 2007 in Remscheid.
Mit Leidenschaft dabei: Ratsmitglied Susanne Fiedler, Sigmar Gabriel, MdB und Jürgen Kucharczyk, MdB.
Diskussion mit Bundesminister Sigmar Gabriel am 02. Oktober 2007 in Remscheid.
Fraktionskollegen unter sich: die bergischen Abgeordneten Zöllmer und Kucharczyk und der Bundesminister Gabriel.
"Der Termin ist aber ungünstig!" - so oder so ähnlich lauteten die Bemerkungen mehrerer Bekannter, als sie von dem Termin erfuhren, an dem der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, MdB nach Remscheid kommen sollte. Am Vorabend eines Feiertages, der mitten in der Woche liegt und für viele ein verlängertes Wochenende in Aussicht stellte. Die Organisatoren planten mit 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - gekommen sind schließlich mehr als doppelt so viele - annähernd 200 Personen.

Der Bedeutungszuwach, den dieses Thema in den vergangenen zweieinhalb Jahren erlebt hat, wurde zum einen durch die hohe Besucherzahl unterstrichen, zum anderen aber auch dadurch, dass die Besucherinnen und Besucher eine geschlagene dreiviertel Stunde ohne zu Murren auf den Hauptgast des abends warteten. Dieser stand nämlich auf der Autobahn in einem Stau.

In seiner Begrüßungsrede unterstrich der bergische Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk, dass die SPD beim Thema "Klimawandel" nicht auf eine erst seit wenigen Monaten oder Jahren aufgetretene Modewelle aufgesprungen sei. Vielmehr haben innerhalb der Sozialdemokratie bereits in den 1970er Jahren Diskussionen zum Thema angefangen. Als Beispiel zitierte er den ehemaligen Bundesminister Erhard Eppler, seit Jahrzehnten Vordenker der SPD in den Bereichen Umwelt-, Klima- und Entwicklungspolitik: "Kein ernsthafter Wissenschaftler wagt heute noch zu behaupten, dass es für 10 Milliarden Menschen genug Energie, Rohstoffe (…) oder Frischwasser geben wird, ganz abgesehen von den Gefahren, die von einer solchen Zahl für die Umwelt entstehen. Vermehrt sich die Menschheit weiter wie bisher, so wird die Zahl von zehn Milliarden erreicht sein, ehe die 1974 geborenen Kinder das fünfzigste Lebensjahr erreicht haben."

In seiner Rede machte Gabriel deutlich, dass der Klimawandel zuerst - und mit voller Wucht - "die Ärmsten der Armen treffe". Die reichen Länder könnten sich den Klimawandel vielleicht leisten, in dem sie bspw. Dämme bauten. Aber auch diese Ausgaben gingen auf Kosten anderer - nämlich der nachwachsenden Generationen dieser 'reichen Gesellschaften'. Gabriel machte am mehreren Beispielen deutlich, dass die Folgeschäden des Klimawandels derart hoch sein, dass es ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft sei, jetzt endlich einzuschreiten und die Weichen richtig zu stellen.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion erinnerte die Vorsitzende des Remscheider Umweltausschusses, Frau Susanne Fiedler, an Initiativen, die bereits vor zehn Jahren in Remscheid auf Betreiben von SPD und Grünen auf dem Weg gebracht wurden. Beispielhaft nannte sie den Beschluss über die kostendeckende Einspeisevergütung für die Hersteller von regenerativer Energien mit den örtlichen Stadtwerken. "Damals sind wir als Exoten tituliert worden." so Fiedler.

Der Geschäftsführer der Remscheider Stadtwerke, Herr Dr. Thomas Hoffmann, nahm den Ball gerne auf und stellte für sein Unternehmen den Anspruch auf: Von der Energieberatung über die Bereitstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs bis hin zum Betreiben von Bussen, die mit nachwachsenden Rohstoffen fahren, betrieben diese tagtäglich aktiven Klimaschutz.

Die gut zweistündige Diskussion wurde vom Wuppertaler Bundestagsabgeordneten Manfred Zöllmer beschlossen, der den zahlreichen Besucherinnen und Besucher für ihr Kommen und ihr Ausharren dankte.
Dokumente:
2007-10-02 Begrüßungsrede zu BvO mit Sigmar Gabriel, MdB
Eckpunkte für ein integriertes Energie- und Klimaprogramm