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SPD-Bundestagsabgeordneter der 16. Legislaturperiode

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Reden im Deutschen Bundestag

Beitragsfreie Kitas und mehr Medienkompetenz für Kinder

Jürgen Kucharczyk am Rednerpult des Deutschen Bundestages
Jürgen Kucharczyk, MdB
Im Rahmen der "Jugendmedientage 2007" im Deutschen Bundestag begrüßte Jürgen Kucharczyk eine junge Solinger Medienmacherin.
In seiner fünften Rede vor dem Deutschen Bundestag am 19. Januar 2007 zu den Ergebnissen des 12. Kinder- und Jugendberichts thematisierte der bergische SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharczyk:

"Ich unterstütze ausdrücklich die Idee der beitragsfreien Kita, wie der SPD-Parteivorstand in Bremen vorgeschlagen hat. Beginnend mit dem letzten Kita-Jahr wollen wir uns schrittweise vorarbeiten und in den nächsten Jahren eine durchgängig gebührenfreie vorschulische Bildungs- und Betreuungseinheit schaffen.

Bereits die Jahre in der Kita oder im Kindergarten stellen die Weichen für eine gradlinige Schul- und Berufsausbildung. Die Infrastruktur für eine frühkindliche Bildung muss daher Vorrang haben gegenüber weiteren direkten Leistungen an Familien.

Wir haben die Aufgabe, unseren Kindern und Enkeln unabhängig von Bildung und finanzieller Unterstützung des Elternhauses eine faire Chance auf gleichwertige Bildung zu bieten.

Dazu gehört auch die Stärkung von Medienkompetenz nicht nur im Hinblick auf die spätere Berufslaufbahn, wo der korrekte Umgang mit Medien zur Basisqualifikation gehört. Wir müssen Eltern und Schüler im Umgang mit den Medien sensibilisieren, um eine verantwortungsvolle Nutzung sicher zu stellen. Der vermeintliche Mangel an Zeit der Eltern für die Zuwendung und Aufmerksamkeit ihrer Kinder darf nicht dazu führen, dass Kinder vor dem Fernseher, Computer oder der Spielkonsole ruhig gestellt werden.

Die Medien dienen für junge Menschen – und hier zitiere ich den 12. Kinder- und Jugendbericht, als „Fundus für Orientierung im Hinblick auf die Persönlichkeits- und Lebenskonzepte“, gleichzeitig als „Wissens- und Informationsquelle“ und „für den Erwerb von Konsequenzen“.

Ob ein direktes Verbot von so genannten „Killerspielen“ den Erfolg bringt, müssen wir dringend diskutieren. Wichtiger ist vielmehr, die bestehenden Gesetze zu Gewaltdarstellungen und Jugendschutz konsequent zu nutzen.

Programme wie die Mehrgenerationenhäuser, aber auch Ganztagsschulen, die nicht nur Aufbewahrungsanstalten sind, sondern die Kreativität und Interaktion von Kindern fördern, sind der richtige Schritt in eine chancengleiche Gesellschaft."

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